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Panorama

Erfahre hier, wie Du perfekte Panoramen erstellen und beeindruckend präsentieren kannst.

kraemerbruecke

Grundwissen

Als Panoramen bezeichnet man Bilder mit einem großen Blickwinkel. Dabei unterscheidet man zwischen Teilpanoramen, (z.B. für Wanddekoration geeignet) 360° Panoramen (Rundum-Blick) und Kugelpanoramen. Bei letzteren steht der Betrachter, wie in der Realität, z.B. in der Mitte eines Raumes und kann seinen Blick in jede Richtung schwenken. Kugelpanoramen werden auch als sphärische Panoramen bezeichnet und finden vor allem bei der Erstellung von virtuellen Touren Anwendung. Grundsätzlich verfügt heute jedes Smartphone und (fast) jede Digitalkamera über die entsprechenden Funktionen zur Erstellung von Panoramen. Natürlich kann man aber mit dem entsprechendem Wissen und einigen grundlegenden technischen Voraussetzungen, bessere Ergebnisse erzielen. Gerade bei 360° Panoramen wird es schon schwierig und ein brauchbares Kugelpanorama aus „der Hüfte“ zu schießen ist fast unmöglich.

ostsee

Technik

Was brauchen wir wirklich für ein gutes Panorama? Da auch ich zunächst „klein“ angefangen habe, kenne ich die Tücken der Technik und weiß, worauf es ankommt. Hier meine Empfehlung:

  • Digitalkamera, kompakt oder besser Spiegelreflex
  • Objektiv mit möglichst kurzer Brennweite (z.B. Weitwinkel 25 mm)
  • optional für Kugelpanoramen, „Fisheye“ – Objektiv (Weitwinkel mit Brennweiten unter 20 mm)
  • Sonnenblende, sofern vorhanden
  • Stativ, möglichst mit Gradeinteilung (nimm bitte kein billiges Stativ, Standfestigkeit = etwas höheres Gewicht)
  • optional, Nodalpunktadapter für ambitionierte Fotografen zu empfehlen
  • kleine Wasserwaage, optional (an manchen Stativen vorhanden bzw. Kamera mit Sensor)
  • Fernauslöser für Kamera, optional ist auch der Selbstauslöser der Kamera nutzbar

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Vorgehensweise

Grundlage für Dein perfektes Panorama ist das „Rohmaterial“, also die Qualität der Einzelbilder.

Während der Aufnahmen ist ein fester Standort unbedingt beizubehalten. Insofern ist ein Stativ die erste Wahl. Leider ist die Verwendung bei spontanen Motiven oder z.B. in Museen nicht immer möglich oder gestattet. Die Position der Kamera muß in jeder Richtung lotrecht sein. Hier kommt die Wasserwage oder der entsprechende Sensor der Kamera zum Einsatz. Das Einstellen kann per Schwenken des Stativkopfes oder des Kugelkopfes und zur Not auch durch Kürzen oder Verlängern der Stativbeine erfolgen. Um Verzerrungen zwischen den einzelnen Aufnahmen (Parallaxenfehler) zu vermeiden, sollte die Kamera möglichst um ihren optischen Mittelpunkt gedreht werden. Dieser sogenannte Nodalpunkt, ist ein gedachter Punkt nahe der Sensor- bzw. Filmebene.

Um der Software die Arbeit zu erleichtern und Fehler beim Zusammenfügen (Stitchen) der Einzelbilder zu vermeiden, sollten sich die Fotos mindestens 20 % überlappen. Mehr schadet nicht. Die genaue Rotation kann man dabei mit einem Stativ, das über eine Gradeinteilung verfügt, optimal einstellen. So kann z.B. bei geplanten 12 Einzelaufnahmen für ein 360 ° Panorama in Schritten von je 30 ° präzise gearbeitet werden. Wenn möglich, sollten sich keine Objekte während der Aufnahmen bewegen, (Fahrzeuge, Personen) da dies zu Fehlern und Geisterbildern führen kann. Professionelle Software ist allerdings in der Lage, dies zu korrigieren. Mehr dazu später.

Sofern Du im Freien arbeitest, solltest Du die geplanten Aufnahmen möglichst kurz hintereinander machen, da oftmals die Lichtverhältnisse durch vorbeiziehende Wolken etc. wechseln können. Desweiteren dürfen die Kameraeinstellungen hinsichtlich Fokusierung (Schärfepunkt) sowie Belichtungszeit und Blende nicht verändert werden. (Einstellung M wählen, Blende und Belichtungszeit manuell auf den optimalen Bereich festlegen) Dies gelingt nicht bei allen Kameras. Insbesondere bei Kompaktkameras erreicht man zumindest die beste Tiefenschärfe im Modus „Landschaft“.

sardinien

Um Panoramen mit entsprechender Bildhöhe und somit besserer Aussagekraft zu erreichen, kannst Du die Kamera im Hochformat am Stativ befestigen (also um 90° seitlich kippen). Zu beachten ist auch, daß die Einzelfotos von der Software in der Höhe beschnitten werden. Insofern lass lieber oben und unten etwas mehr „Futter“ als zu wenig. Auch Aufnahmeserien von verschiedenen Ebenen sind möglich, um das Panorama vertikal, also in der Höhe zu vergrößern.

Bei Aufnahme in der Morgen- oder Abenddämmerung bzw. nachts ist ein Stativ unverzichtbar, um verwackelte Bilder zu vermeiden. Wenn Du dies berücksichtigt, wirst Du mit außergewöhnlich schönen Bildern belohnt. Um Erschütterungen beim Auslösen der Kamera zu vermeiden, kannst Du einen Fernauslöser oder provisorisch den Selbstauslöser der Kamera verwenden.

Die hohe Schule der Panoramafotografie ist natürlich ein HDR-Panorama. (High Dynamic Range) Viele moderne Kameras unterstützen diese Funktion. Schau am besten mal in der Bedienungsanleitung Deiner Kamera nach. Bei HDR-Aufnahmen besteht jedes fertige Foto aus mehreren Einzelbildern mit verschiedenen Belichtungszeiten. Dadurch wird der Belichungsumfang erhöht und die Fotos sind in allen Bereichen, Schatten und Lichter, perfekt ausgeleuchtet. Das ist gerade in Innenräumen ohne künstliche Beleuchtung, oft die einzige Möglichkeit für perfekte Fotos. Hier ein Beispiel.

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Software

Neben der ggf. in den Kameras oft schon integrierten Funktion, gibt es eine Reihe von kostenloser, durchaus brauchbarer Software. Die meisten Bildbearbeitungsprogramme unterstützen die Erstellung von Panoramen. Für ambitionierte Fotografen und Profis empfiehlt es sich jedoch, auf spezielle Softwarelösungen zurückzugreifen. Ich persönlich nutze Kolor Autopano Giga. Einfach mal googeln, das Angebot ist groß…

Präsentation

So richtig Spaß macht es erst, wenn auch Freunde, Kollegen oder Besucher Dein Ergebnis bestaunen können. Hierfür bietet sich z.B. ein Leinwanddruck über der Couch oder im Büro an. Immer ein Blickfang und gerade bei Urlaubsfotos, wie Strandpanoramen oder Gebirge, eine tolle Erinnerung an unvergessliche Momente.

Wer sich an virtuelle Touren und Kugelpanoramen wagen will, muß noch einige Schritte weiter gehen. Aber auch das ist kein Hexenwerk. Mehr dazu erfährst Du hier.

Ich wünsche schon jetzt viel Spaß beim Fotografieren und Präsentieren Deiner Bilder!

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